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Selbstüberschätzung, zu hohe Ansprüche an sich selbst, Perfektionismus und falsche Vorbilder können dazu führen, dass man sich immer wieder selbst ausbremst und unter Druck setzt. Perfektionismus erzeugt Druck und führt in Stresszonen, in denen die Fehlerquote höher liegt. Dadurch kommt es zu Frust und es können sich keine Erfolgserlebnisse einstellen. Lernfortschritte bleiben aus und die gute Laune verschwindet. Darüber hinaus kann Überforderung im Sport tödlich sein.
Hier ein Beispiel, das ich mit einem befreundeten Piloten erlebt habe. Leider ist es kein Einzelfall. Ein junger Gleitschirmpilot mit zu wenig Erfahrung steigt auf einen Hochleistungsschirm um, für den er nicht vorbereitet ist. Weil er nicht ausreichend Flugerfahrung hat und nicht über die notwendigen Reflexe verfügt, beherrscht er sein Fluggerät in Extremsituationen nicht. Beim Training eines anspruchsvollen Flugmanövers kommt es zum Strömungsabriss. Bei der darauffolgenden Ausleitung schießt der Schirm vor und unter ihn. Die Folge: Der Pilot fällt, der Schwerkraft folgend, in die Schirmkappe und stürzt als Knäuel aus Tuch, Leinen und Mensch vom Himmel. Leider konnte sich mein Freund nicht mehr aus dem Gewirr aus Stoff und Leinen befreien und schlugt mit hoher Geschwindigkeit auf einer Wiese auf. Er war auf der Stelle tot. Ehrgeizige Menschen tappen schnell in die Falle der Selbstüberforderung. Sie bremsen sich selbst und oft auch ihr Umfeld aus. Eltern übertragen Ehrgeiz und Selbstüberforderung ungewollt auf die Kinder. Alle Eltern wünschen sich natürlich das Beste für ihr Kind. Ehrgeizige Eltern neigen dazu, sich das beste Kind zu wünschen. Das führt zu einem erheblichen Druck, den das Kind spürt. Diese Eltern kommen dann irgendwann in die sportpsychologische Betreuung und wünschen sich für ihren Sohn oder ihre Tochter Mentaltraining, weil es nicht die gewünschten Leistungen erbringt. In diesem Moment benötigen Eltern Informationen und eine kompetente Beratung. Nicht das Kind braucht an dieser Stelle sportpsychologische Betreuung, sondern die Eltern.
Überforderung kann tödlich sein - Bleiben Sie mit Thomas Schlechter in Bestform

Meine Tipps für eine optimale Weiterentwicklung:

Festige neues Können erst, wenn es sicher sitzt. Sei nicht ungeduldig mit dir selbst oder anderen. Überfordere dich nicht, gehe nicht 2 oder 3 Schritte auf einmal. Setze dich zeitlich nicht unter Druck, das ist Ungeduld! Auch dann nicht, wenn jemand anders schneller sein sollte. Achte ausschließlich auf deine Lerngeschwindigkeit, nur das zählt. Gib dir so viel Zeit wie du brauchst, um einen Automatismus zu entwickeln. Erst dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du die nächste Stufe in Angriff nehmen kannst. Alles andere führt zu unnötigen Misserfolgserlebnissen und Frust.

Viel Erfolg bei der Umsetzung! Ihr Thomas Schlechter
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